Ferien in Mauritius müssen nicht eintönig am Strand verbracht werden. Es ist möglich Wanderungen zu unternehmen. Zum Beispiel hoch auf den Le Morne, dem Berg, der zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde und der 1835 zum Schauplatz eines Dramas wurde. Hier stürzten sich nämlich die Sklaven in die Tiefe vor den Augen einer Patrouille der Polizei, weil sie annahmen, dass diese gekommen waren, um sie vom Berg zu holen. Es handelte sich um geflohene Sklaven, die allerdings nicht mitbekommen hatten, dass die Sklaverei gerade abgeschafft wurde. Die Polizisten damals wollten den Sklaven nur die Nachricht ihrer Befreiung überbringen. Der 1. Februar ist seither in der kreolischen Gesellschaft der Insel ein Feiertag. Diesen Berg sollte man allerdings nicht ohne Tourenguide erklimmen. Denn gerade bei schlechtem Wetter bergen die Pfade einige Gefahren!

Foto: Gerold Mayer  / pixelio.de
Foto: Gerold Mayer / pixelio.de


Port Louis

Jede Menge zu bieten hat auch die Hauptstadt der Insel, Port Louis. Wer hierher kommt, der befindet sich auf einmal statt in einer beschaulichen Stadt in einer sehr geschäftigen Region der Insel. Port Louis ist aber nicht nur der Verkehrsknotenpunkt der Insel mit einer Autobahn, die quer durch die Stadt geht, sondern auch eine Stadt, in der den Touristen bewusst wird, welche unterschiedlichen Kulturen hier doch friedlich zusammenleben. Es gibt hier hellhäutige Menschen europäischer Abstammung, Menschen afrikanischer Abstammung und Kreolen sowie Chinesen und andere Nationalitäten. Die Stadt ist voller Tempel und Moscheen, christlicher Kirchen und weltlicher Bauten aus der Kolonialzeit. Es gibt hier auch Einkaufsstraßen und ein altes Stadttheater sowie viele weitere kleine und große schmucke Gebäude.

Englisch ist trumpf

Auch wenn sowohl in der Kultur der Menschen, wie auch in der Esskultur sehr viel Frankreich steckt auf der Insel Mauritius – die Amtssprache auf der Insel ist Englisch. Doch es sprechen auch viele Menschen hier Französisch und Kreolisch, die Sprache der einstigen Sklaven. Dabei streitet man sich heute noch darüber ob Kreolisch eine eigene Sprache ist oder ein Dialekt des Französischen. Doch wer sich als Tourist nun verständigen muss im Hotel oder im Restaurant, der sollte zu Englischen Vokabeln greifen. Damit liegt man meist nicht falsch. Französisch verstehen hier aber auch viele Angestellte der Hotels und Restaurants.